Philosophie

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meine   "Philosophie"

Die Kunst des Fotografierens ist, das Bild aus dem Kopf aufs Foto zu bringen. Wer nachbearbeitet, tritt diese Kunst mit Füßen.

Ehrlichkeit

...kommt ohne Hilfsmittel wie Filter oder Reflektoren und Nachbearbeitung wie Weichzeichner und Farbkorrektur aus. Auch zwanzig Bilder vom gleichen Motiv zu machen und neunzehn davon zu löschen, weil sie "nichts geworden" sind, kommt für mich nicht in Frage. Das hat mit Fotografie nichts zu tun. Diesem Anspruch will ich mich stellen: Das Bild soll so, wie ich es möchte, beim ersten oder zweiten Auslösen entstehen.

Realität

...ist der Fleck auf dem Hemd oder dem Fell und auch der Pickel am Ohr. Bildeditoren sind für viele Dinge nützlich, doch Weichzeichner und Co. haben in der Fotografie nichts verloren. Man verändert damit das, was man festhalten wollte und es entgleitet einem für immer.

Menschen

...sind durch Wechsel des Outfits oder der Location, durch Accessoires und durch die Möglichkeit, sich zu bewegen, sehr wandelbar und somit mehr als

alles andere immer wieder neu und anders darzustellen. Jede Landschaft und jedes Bauwerk dagegen ist ein statisches Objekt und wurde schon bei

jedem Wetter und zu jeder Zeit x-Mal fotografiert. Ein Mensch aber kann sich in x Nuancen quasi von sich selbst unterscheiden.

Handwerkszeug

...und somit mein Lieblingsspielzeug ist und bleibt der Fotoapparat nebst Zubehör, denn ich sehe mich als Fotografen, nicht als Grafiker.

Gespräche und Erfahrung mit vielen Hobby- und auch ein paar Berufsfotografen geben mir das Gefühl, dass das Lieblingsspielzeug so mancher Photoshop&Co heißt. Nun, das ist legitim. Doch wenn das Reinheitsgebot abgeschafft wird, heißt das nicht, dass man sich nicht mehr daran halten darf.


Ein einzelner Tropfen eines Wasserfalls lässt sich 'erwischen', auch ein Luftballon -u.U. mit Hilfsmitteln- im Moment des Platzens. Feuer ist wohl das einzige Sichtbare, was sich nicht exakt fotografieren läßt. Natürlich kann man ein Feuer mal eben ablichten. Doch z.B. der Funkenflug eines explodierenden Astes

ist weder mess- noch vorhersehbar, und daher nicht sauber zu fotografieren. Auch darum ist das Feuer Teil meines Logos.

Logo

Hässlichkeit und Schönheit


Als Henri Cartier Bresson, u.a. Fotograf, nach

seinen schlechtesten Bildern gefragt wurde, antwortete er: "Das waren die ersten 10.000!" Auch Helmut Newton und weitere namhafte Fotografen bedienten sich schon dieser Antwort. In meinen Augen gibt es keine guten Bilder und auch keine schlechten Bilder. Das liegt im Auge des

Betrachters. Schön ist hässlichund hässlich ist

schön. Das ist nur Geschmackssache und über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten.Es gibt gut gemachte und - nun... weniger gut

gemachte Aufnahmen. Beide haben ihre Ursache nicht in den Lichtverhältnissen, nicht im Motiv und

nicht in der Ausrüstung: Ein Auto holt beim Rechtsabbiegen auch nicht nach links aus,

weil das Auto nichts taugt, die Straße

rutschig oder das Licht schwach ist.


Der Gunst einer Spiegelreflexkamera muss

man sich würdig erweisen, sie ausprobieren,

ihre und die eigenen Grenzen ausloten. Sie ist

wie die Geliebte: Ihre Eigenschaften muss

man erst kennenlernen, um sie dann sanft

und respektvoll zu beherrschen, ohne sie

ihrer Eigenheiten zu berauben. Dann gibt es grenzenlosen Spaß mit ihr, bei dem man viel

lernen kann: das Spiel mit Lichtverhältnis, Blende und Verschlusszeit und man kann sogar Programmautomatiken für sich nutzen.


Oberste Priorität: Einen Fehler nicht öfter

als -sagen wir:- zweimal machen. ;o)


meine Meinung und Maxime


(und die beiden Ausnahmen)


Natürliche, ehrliche Fotografie ist für mich, das

Motiv annähernd so wiederzugeben, wie es ist, in

seiner ganzen Schönheit und mit all seinen Makeln. Diese

zu erkennen und ggf. herauszuprojizieren ist die

Aufgabe des Fotografen. Er darf dabei sehr wohl

seine Gefühle und Intuitionen einbauen, niemals aber die Wirklichkeit verunstalten. Man darf etwas verrücken

oder platzieren und dann fotografieren;

Reflektoren, Filter und Bildeditor sind tabu.

Die gerade herrschenden Lichtverhältnisse reichen

fast immer,wenn man weiß, wie man sie nutzen kann.

(Und wenn's einmal nicht reicht, dann ist das so.)


Bei Innenaufnahmen ist zuweilen ein Blitzgerät

notwendig (z.B. gleichmäßige Ausleuchtung), gerade

bei der Dokumentation von Feiern oder Veranstaltungen.

In der Regel verwende ich dabei zwar

lichtstarke Objektive, doch Blitzlicht läßt sich

nicht immer vermeiden.


Dabei ist es egal, ob das Motiv ein Tier, eine Pflanze

oder eine Person ist, eine Landschaft oder ein Bauwerk.

Wichtig ist in erster Linie nicht was,

sondern wie man fotografiert.


Lediglich bei Exklusivfotos von Personen ist meist ein gewisses Arrangement (Pose) nötig. Das gilt auch für Gruppenbilder, die dann meist in den Bereich

der Erinnerungsfotos (s. rechts) fallen.

Kunst und Künstlicheit


Die Erinnerung z.B. an die Einrichtung eines Zimmers oder die Farbenpracht einer Land-

schaft können sich verändern. Ein Foto bleibt, wie

es aufgenommen wurde. Wenn man so will, ist

ein Foto die bessere Erinnerung. Darum ist für

mich Bildbearbeitung, um ein Foto nachträglich

zu ver'bessern', nicht drin.

Was bleibt denn außer Erinnerungen? Wenn man

sie erhalten will, sollte man sie nicht verändern. Damit lügt man sich selbst an, evtl. auch andere.

Möchte man keine Erinnerung, kann man sie ganz löschen.Trotzdem ist ein Foto nie objektiv, denn

wer etwas fotografiert, wird evtl. lange vorm Betätigen des Auslösers die Einstellungen der Kamera oder den Blickwinkel so anpassen, dass

das Motiv so dargestellt wird, wie es der Fotograf sieht bzw. sehen will. Dieses Spiel ist erlaubt,

denn das Motiv bleibt dennoch so, wie es ist. Das

ist für mich authentische Fotografie, aus der

ehrliche Fotos entstehen. Das Fotografieren,

das Einbringen seiner Sichtweise zum Motiv ist

die Kunst. Die PC-Nachbearbeitung macht das

Bild künstlich, was klar in den Bereich der

Malerei fällt. Will man Formate anpassen oder

ein Logo kreieren, Hintergründe ändern (im Rahmen!) usw., dann ist eine Bildbearbeitungs-software sehr nützlich. Auch zum sehr wichtigen Schutz der Privatsphäre. Kreiert man eigene Bilder und/oder verändert sie so, dass

dies klar erkennbar ist, dann ist das etwas ganz anderes. Dann können wir auch gerne über

Kunst reden!